Buchdetails

Titel
Das Kugeltranszendentale Vorhaben
Autoren
Johanna Braun & Günter Braun
Sprache
deu
Schlagworte
Science Fiction, Roman
Inhalt
Die Hauptfigur Schrimms nimmt sich nach Feierabend an seinem Funkgerät eine Auszeit von dem tristen DDR-Alltag. Sein Hobby ist sozusagen sein Draht nach draußen, versucht er doch Jazz über ferne Sender zu empfangen. Als er eines Abends eine ihm unbekannte Sprache vernimmt, versucht er diese zu decodieren und landet schließlich auf der Kugel 37a. Ein Ort des Universums, der einzig und allein durch die Macht des Wortes existiert und in dem die Zensur durch Gedankenmanipulation und der stete Mangel an hochwertigen Produkten (als einzige Nahrungsquelle dient die fade Milchgurke) einige Parallelen zum SED-Staat aufweisen. Nachdem Schrimms sich anfangs nur schwer in der neuen Welt zurechtfindet, gelingt es ihm nach und nach das Regime der Kugel zu durchschauen. Entgeistert stellt er fest, dass das Wort "kreativ" ist, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn an einer Treppe "Aufzug" steht, dann nehmen die Bewohner der Kugel das wörtlich und robben die Treppenrampe im festen Glauben hoch, sie würden einen Aufzug benutzen. Ferner gilt für die Machthaber das titelgebende kugeltranszendentale Vorhaben als omnipräsentes Prestigeprojekt. Gleichgeschaltete Zeitungen preisen Fortschritt an, wo nur Stagnation und Stillstand herrscht und so entpuppt sich das Projekt als Parabel auf den Niedergang der DDR, welche ebenfalls in Form von Parolen und Luftschlössern ihren Niedergang zu verschleiern versuchte.
Buchformate
Papier, EPUB
Bernd hat es gelesen