Buchdetails

Titel
Fan Man
Autoren
William Kotzwinkle
Sprache
deu
Schlagworte
Roman
Inhalt
Das Buch handelt von einem, im New York der 70er lebenden, Beatnik. Heute würde man ihn wohl als Mietnomaden bezeichnen. Seine Bude ist vollgestoft mit Gerümpel, Dingen, die er als wichtig erachtet. Seine Interessen gelten dreierlei Dingen: Er liebt Fans (Ventilatoren), die er mit einem Stethoskop abhört und sich am Geräusch ergötzt, sowie batteriebetriebenen Exemplaren, die er zur Kühlung mit sich herumschleppt. Viel Zeit widmet er der Aufstellung eines Kirchenchores junger Mädchen. Als dieser dann endlich steht und zum ersten Mal auftritt, ist er aber längst schon wieder mit neuen Dingen beschäftigt und nicht vor Ort. Sein drittes Hobby ist seine Marihuana-Pfeife, das Gras wird mit lustigen Synonymen bezeichnet (Buchstabennudeln etc.). Kotzwinkles Sprache ist skurril, in der Ich-Form erzählt der Fan Man seine Gedanken, genauso verworren und eigentümlich wie seine Lebensweise. Auch wenn man sich nicht unbedingt mit Fan Mans Lebensweise identifiziert ein kurzweiliges, lustiges Buch für einen verregneten Sonntag. Der "Fan Man" heißt richtig Horse Badorties, ein komischer Name. "Fan Man" wird er genannt, weil er Ventilatoren liebt, sammelt und allen zu verkaufen versucht. "Fan" ist das englische Wort für "Ventilator". Überall wo Horse Badorties auftaucht, überall wo er wohnt, baut er sofort eine riesige Zivilisationsmüllsammlung auf. Immer ist er dabei etwas zu planen, trifft das geplante Ereignis allerdings ein, ist er schon wieder mit anderen Planungen beschäftigt. Horse Badorties ist ohne Frage irgendwie irre und nimmt den Leser mit auf seinen Streifzügen durch New York. Außerdem bildet er einen Chor fünfzehnjähriger Mädels auf irrwitzige Weise zu Gesangsengeln aus. Immer dabei ist auch seine riesige, unergründliche, alles enthaltene Tasche. Ein lustiger und kurzweiliger Avantgarde-Roman, welches mich für zwei Stunden sehr gut unterhalten hat.
Buchformate
EPUB