Buchdetails

Titel
Die Känguru-Chroniken
Autoren
Marc-Uwe Kling
Serie
Die Känguru-Trilogie (1.0)
Sprache
deu
Schlagworte
Kurzgeschichten, Humor, Satire
Inhalt
Zu Beginn der Handlung steht ein [Känguru](https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4ngurus) vor der Tür des [Ich-Erzählers](https://de.wikipedia.org/wiki/Ich-Erz%C3%A4hler) und möchte sich ein paar Eier ausborgen, weil es Eierkuchen machen möchte.[[](https://de.wikipedia.org/wiki/Die_K%C3%A4nguru-Chroniken#cite_note-zeit_2014-03-13-7)7] Der ist verblüfft über die Begegnung mit dem sprechenden Tier, leiht ihm aber die Eier. Kurz darauf klingelt das Känguru erneut, weil ihm noch Salz, Milch und Mehl fehlen, Öl und auch eine Pfanne, um dann erneut vor der Tür zu stehen und resigniert zu sagen: „Kein Herd!“. Der Ich-Erzähler bittet das Känguru in seine Küche, und kurze Zeit später zieht das Tier, ihn mehr überrumpelnd als nach seiner Zustimmung fragend, in das bisherige Wohnzimmer des Autors ein. Die beiden bilden fortan eine [Wohngemeinschaft](https://de.wikipedia.org/wiki/Wohngemeinschaft).[[](https://de.wikipedia.org/wiki/Die_K%C3%A4nguru-Chroniken#cite_note-spon_2011-09-06-8)8] Das Känguru geht keiner geregelten Arbeit nach und antwortet auf die Frage nach seinem Beruf lediglich: „Ich bin [Kommunist](https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunismus)! Was dagegen?“ Deshalb muss der Ich-Erzähler, ein [Kleinkünstler](https://de.wikipedia.org/wiki/Kleinkunst), für den Lebensunterhalt des Kängurus aufkommen. Die *Chroniken* bestehen im Wesentlichen aus den Gesprächen und Erlebnissen der beiden Hauptprotagonisten. Sie werden in kurzen, in sich abgeschlossenen Kapiteln mit viel [wörtlicher Rede](https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%B6rtliche_Rede) erzählt, wobei die Kapitel immer wieder aneinander anknüpfen und aufeinander aufbauen. So zieht der Erzähler beispielsweise einmal ein Buch aus einer [Stoppersocke](https://de.wikipedia.org/wiki/Stoppersocke). In einem vorangegangenen Kapitel wird erwähnt, dass die Bücher nicht mehr vom schiefen Regalbrett rutschen, weil sie nun in Stoppersocken stecken. Solche verbindenden Elemente, in denen vergangene [Pointen](https://de.wikipedia.org/wiki/Pointe), ähnlich einem [Running Gag](https://de.wikipedia.org/wiki/Running_Gag), erneut zitiert werden, und die zum Verständnis die Kenntnis des bisherigen Geschehens erfordern, tauchen immer wieder auf. In den einzelnen Kapiteln entsteht wie in einem [Mosaik](https://de.wikipedia.org/wiki/Mosaik) ein Bild dieser ungewöhnlichen Wohngemeinschaft. Die Gesprächsthemen der beiden reichen von Medien- und Sprachkritik bis zu Problemen von Staat und [Kapitalismus](https://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalismus) sowie Glaubensfragen; von der zeitgenössischen [Protestkultur](https://de.wikipedia.org/wiki/Protest) zu [Karl Marx](https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Marx), [Bertolt Brecht](https://de.wikipedia.org/wiki/Bertolt_Brecht), der [RAF](https://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Armee_Fraktion) und dem [Vietcong](https://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Front_f%C3%BCr_die_Befreiung_S%C3%BCdvietnams), d. h. es geht um „Gott und die Welt“. Gegen Ende des Buches zieht in der Wohnung gegenüber der WG ein [Pinguin](https://de.wikipedia.org/wiki/Pinguine) ein. Dieser stellt sich als [Vertreter](https://de.wikipedia.org/wiki/Handelsvertreter) für Tiefkühlkost vor und zieht sofort das Misstrauen des Kängurus auf sich („Irgendetwas ist verdammt fischig an diesem falschen Vogel“). Ort der Handlung ist [Berlin](https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin) und gelegentlich das Berliner Umland. Gelegentlich werden [Kreuzberg](https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Kreuzberg) und Orte wie die U-Bahn-Station [Kottbusser Tor](https://de.wikipedia.org/wiki/Kottbusser_Tor) als Handlungsorte erwähnt.
Buchformate
EPUB
Bernd hat es gelesen
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